Immer sicher unterwegs - So sicherst Du Deinen Hund im Auto

12.08.2018

Mit dem Hund im Auto zu fahren, ist eines der wichtigsten Dinge, die unsere vierbeinigen Freunde können müssen. Doch worauf musst du achten, wenn du deinen Hund im Auto mitnimmst und wie sicherst du deinen Hund während der Fahrt, damit ihm nichts passieren kann? Das verraten wir dir heute im Blog.

Geht man nach der Straßenverkehrsordnung gelten Tiere als Ladung und sind somit während der Fahrt ausreichend zu sichern. Erwischt dich die Polizei mit deinem Hund, der auf dem Beifahrersitz oder im hinteren Fahrgastraum herumspringt, kann das Bußgeld teuer werden. Und das ist auch richtig so, denn bereits, wenn du bei 30 km/h abbremst, kann dein Hund nicht nur sich, sondern auch andere Mitfahrer gefährden. 

Ob die Fahrt zur Gassirunde am See oder im Wald, der Besuch beim Tierarzt oder die gemeinsame Reise in den Urlaub - kein Transportmittel ist für unsere Hunde angenehmer und für uns Halter leichter. Doch egal, ob es sich um lange oder kurze Fahrten handelt, auch dein Hund sollte im Auto sicher transportiert werden. Dazu gehört nicht nur das richtige Zubehör, sondern auch eine gute Erziehung. 

So gewöhnst du deinen Hund ans Autofahren

Für viele Hunde ist Autofahren purer Spaß und sie steigen gern ein, in der Erwartung eines besonders tollen Ziels. Doch manche Hunde tun sich schwer mit den unbekannten Geräuschen und Bewegungen und müssen vor der ersten Fahrt daran gewöhnt werden. Dies sollte am besten in kleinen Schritten erfolgen. 

Zu den verschiedenen Möglichkeiten, den Hund während der Fahrt zu sichern, kommen wir gleich noch, aber egal, für welche du dich entscheidest, gib deinem Hund genug Zeit, sich daran zu gewöhnen. Eine Transportbox kannst du zum Beispiel zuerst im Wohnzimmer aufstellen, sie gemütlich mit Decken auslegen und deinen Hund darin ein paar Tage schlafen lassen. So wird er mit der Box vertraut und fühlt sich darin bald sicher. 

Die ersten Fahrten solltest du kurz und angenehm für deinen Hund gestalten. Am besten wählst du ein Ziel, an dem dein Hund richtig Spaß haben kann, z.B. die Hundewiese, einen Wald oder den See. So verknüpft er die Autofahrt mit einer positiven Erfahrung und wird beim nächsten Mal gern wieder einsteigen. Du kannst die Länge der Fahrten langsam ausdehnen, wenn du merkst, dass die Autofahrten deinem Hund nichts mehr ausmachen. 

Wenn du deinen Hund mit einem Sicherheitsgurt sichern möchtest, gewöhne ihn rechtzeitig an das Geschirr. Solche Systeme dürfen niemals am Halsband befestigt werden, da es bei einem Aufprall oder plötzlichem Bremsen zu einem Genickbruch beim Hund kommen könnte. Deshalb solltest du beim Autofahren unbedingt ein Geschirr für deinen Hund nutzen, auch wenn er sonst nur ein Halsband trägt. 

Wenn du deinen Hund gerade erst an den Sicherheitsgurt gewöhnst, sitzt du am besten die ersten paar Male mit ihm zusammen hinten auf dem Rücksitz. So kannst du sichergehen, dass er sich während der Fahrt nicht verheddert und alles ordentlich sitzt. Achte darauf, dass nichts einschneidet oder scheuert, das Geschirr auf der anderen Seite aber auch nicht zu locker sitzt. Am besten bringst du deinem Hund bei, dass er sich bei der Fahrt mit Sicherheitsgurt einfach hinlegt und nicht versucht, hin und her zu laufen. 

Wo ist der sicherste Platz für deinen Hund?

Manchmal sieht man im Straßenverkehr andere Autofahrer, die ihren Hund auf dem Beifahrersitz oder sogar der hinteren Hutablage mitfahren lassen. So niedlich das auch aussieht, so gefährlich ist es auch - sowohl für den Hund, als auch für den Fahrer, alle anderen Passagiere und sogar andere Teilnehmer im Straßenverkehr. Bei einem Unfall wird der Hund schnell zu einem Geschoß, das unkontrolliert durch den Fahrerraum fliegt. Um das zu verhindern, ist es wichtig, dass du einen sicheren Platz und eine geeignete Sicherungsmöglichkeit für deinen Hund findest. 

Welches Sicherungssystem ist das Beste für deinen Hund?

Wichtig ist hierbei, dass du auf Qualität achtest, denn hier solltest du auf keinen Fall sparen, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Je nach Größe deines Hundes und deines Autos gibt es hier unterschiedliche Möglichkeiten.

Abtrennung für den Kofferraum

Bei großen Hunden und wenn du den Kofferraum frei hast, eignet sich eine Kofferraumabtrennung am besten. Diese gibt es in der günstigen Version als Netze, die zwischen dem Kofferraum und der Rücksitzbank gespannt werden. Von diesen ist jedoch abzuraten, da sich der Hund darin leicht verheddern kann und sie außerdem eigentlich keinen Schutz bei Unfällen bieten. 

Besser sind da die stabilen Metallgitter, die es für so ziemlich jedes Automodell gibt und die fest installiert werden. Hier kann dem Hund nichts passieren, auch wenn er versucht, über die Rückbank zu springen. Dennoch ist natürlich auch hier nicht auszuschließen, dass sich der Hund bei einem Unfall verletzt, weil er unkontrolliert durch den Kofferraum schleudert.

Transport in der Hundebox

Die Transportbox ist die optimale Sicherung für deinen Hund beim Autofahren. Du kannst sie fest installieren und verhinderst dadurch, dass dein Hund durch das Auto rutscht und sich verletzt. Auch wenn ein anderes Auto auf euch auffährt, ist dein Hund in der festen Transportbox besser geschützt. Außerdem ist der Hund gesichert, wenn Sanitäter dem Fahrer oder Passagieren helfen müssen. Manche Hunde neigen dazu, dann ihre hilfsbedürftigen Besitzer gegen die Rettungskräfte zu verteidigen. 

Foto: Chelsea Nesvig,bearbeitet; 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Wenn du keine fest installierte Transportbox hast, solltest du diese unbedingt ordentlich befestigen, damit sie nicht hin und her rutschen kann. Kleine Hunde können gut in der Box im Fußraum der Rückbank transportiert werden, bei großen Hunden empfiehlt es sich, die Box in den Kofferraum quer zur Fahrtrichtung zu stellen. 

Bevor du dir eine Transportbox anschaffst, bedenke, dass diese meist groß sind und viel Platz wegnehmen. Wenn du sie fest installiert im Kofferraum hast, ist dieser Platz außerdem immer belegt, auch wenn der Hund nicht mitfährt. Du brauchst also ein Auto, das groß genug ist. 

Autositz für Hunde

Ein Autositz eignet sich am besten für kleine Hunde und wird auf der Rückbank des Autos festgeschnallt. Der Hund sitzt darin und wird außerdem mit einem Sicherheitsgurt am Geschirr angeschnallt, so dass er nicht herausspringen oder bei einem Unfall herausgeschleudert werden kann. Auch hier ist es wichtig, den Hund vorher daran zu gewöhnen, damit er damit gut klar kommt. 

Sicherheitsgurt für Hunde

Wie bereits oben beschrieben, gibt es auch die Möglichkeit, den Hund im Fahrgastraum anzuschnallen. Dazu brauchst du lediglich ein passendes Brustgeschirr und einen speziellen Anschnallgurt für Hunde. Um die Sitzbank zu schonen, kannst du außerdem eine spezielle Schutzdecke über den Sitz legen. Wichtig ist hier auch wieder, den Anschnallgurt nicht am Halsband des Hundes zu befestigen, da er sich sonst bei einem Unfall strangulieren oder das Genick brechen kann. 

Diese Sicherungsmöglichkeit eignet sich am besten für kleinere Hunde, da bei einem Aufprall oder Unfall starke Kräfte wirken, die mitunter das Geschirr beschädigen könnten. Die Länge des Gurtes sollte knapp bemessen sein, damit der Hund sich nicht zu viel im Auto bewegen kann. Denn je länger der Gurt, desto größer die Kraft, die auf Hund und Geschirr einwirkt, wenn es zu einem Unfall kommt. 

Bei der Auswahl des Anschnallgurtes achte bitte darauf, dass die Qualität stimmt und das System fest mit dem Gurtschloss oder einem Isofix verbunden werden kann. 

Worauf solltest du noch achten?

Bevor es jedoch auf die erste Fahrt geht, solltest du einige Dinge beachten:

  1. Lass deinen Hund nicht mit vollem Magen mitfahren. Sonst kann ihm schnell schlecht werden von den schaukelnden Bewegungen und er erbricht sich möglichweise. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass er dies als negatives Erlebnis verknüpft und beim nächsten Mal schon nicht mehr so gern einsteigt. 
  2. Lass deinen Hund sich lösen und ein wenig austoben. Im Idealfall wollen wir, dass unser Hund die Fahrt einfach verschläft. Wenn er aufgeregt und voller Energie ist, wird er sich nicht so schnell beruhigen können. Tobende Hunde lenken außerdem den Fahrer ab und können so zu Unfällen führen. 
  3. Achte darauf, dass dein Hund nicht der Zugluft ausgesetzt ist. Das kann u.a. zu Entzündungen der Schleimhäute und Ohren führen. Wasser- und Futternäpfe solltest du während der Fahrt nicht offen herumstehen lassen, sondern lieber sicher verstauen und öfter Pausen machen. 
  4. Wenn du eine längere Reise vor dir hast, plane genug Pausen zum Gassi gehen, trinken und spielen ein. Wir empfehlen, ca. alle zwei Stunden eine Pause zu machen, sich kurz die Beine zu vertreten und dem Hund etwas zu trinken zu geben. Auch ein paar Leckerchen sind okay.
  5. Lasse im Frühjahr und Sommer deinen Hund auf keinen Fall allein im Auto. Dieses kann sich schnell in einen Backofen verwandeln und es sterben jedes Jahr Hunde an Überhitzung im Auto. Auch wenn du nur schnell etwas besorgen möchtest, lass deinen Hund keine Minute alleine. Bring ihn lieber vorher nach Hause oder lass jemanden zusammen mit dem Hund im Schatten warten. 

Tue dir und deinem Tier den Gefallen und achte auf Qualität und robuste Materialien bei der Auswahl des Sicherungssystems, egal für welches du dich entscheidest. Schließlich geht es um das Leben deines geliebten Hundes und der Passagiere im Auto. Wir hoffen, wir konnten dir mit unseren Tipps weiterhelfen und wünschen euch allzeit gute Fahrt.

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