Hundekotbeutel – worauf sollte man achten und wie kann man sie umweltfreundlich entsorgen

13.10.2019

Die Entsorgung von Hundekot ist nicht nur Pflicht, sondern auch für jeden verantwortungsbewussten Hundehalter ein Thema. Doch in Zeiten, in denen sich immer mehr Verbraucher bewusst gegen Plastiktüten entscheiden, steht auch für uns Hundehalter die Frage im Raum: Wie entsorge ich die Haufen meines Hundes möglichst umweltbewusst? Wir verraten dir, worauf du beim Kauf von Hundekotbeuteln achten solltest. 

In Deutschland leben ca. 10 Millionen Hunde, die durchschnittlich zweimal pro Tag ihr großes Geschäft erledigen müssen. Das sind rund 20 Millionen Hundehaufen pro Tag, die irgendwie entsorgt werden sollten. Als verantwortungsbewusster Hundehalter entfernt man natürlich die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners und hat daher im Idealfall immer Hundekotbeutel dabei. Das bedeutet, dass rund 15 Millionen Hundekotbeutel pro Tag in den Mülleimer wandern. 

Da Hundebesitzer in der Regel umweltbewusste Menschen sind, stellt sich vielen auch die Frage nach der richtigen Entsorgung von Hundekot. Einige Hersteller bieten daher biologisch abbaubare Hundekotbeutel an, die häufig aus Maisstärke oder Pflanzenteilen bestehen bzw. aus oxo-abbaubaren Kunststoffen, die sich mit UV-Licht, Wärme und Sauerstoff zersetzen. Letztere werden jedoch ab 2021 verboten, da sie beim Zerfall Mikroplastik produzieren, der nicht weiter abgebaut werden kann und weitere Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte die Umwelt belastet. Welche Möglichkeiten der Entsorgung von Hundekot gibt es also und wo liegen die Unterschiede der einzelnen Kotbeutel? 

Welche Arten von Hundekotbeuteln gibt es?

Hundekotbeutel aus Plastik

Plastiktüten sind der Klassiker unter den Hundekotbeuteln. Im Supermarkt oder im Internet kann man sie für wenige Cent pro Stück auf der Rolle kaufen. Viele Städte und Gemeinden stellen diese im Spender kostenlos zur Verfügung. Der große Nachteil an diesen Beuteln ist jedoch, dass sie fast alle aus Plastik bestehen, mit fossilen Rohstoffen hergestellt werden und natürlich Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte benötigen, bis sie biologisch abgebaut sind. 

Hundekotbeutel aus Bio-Kunststoff

Bio-Kunststoff scheint auf den ersten Blick eine umweltfreundliche Alternative, jedoch lohnt es sich hier, die Produktionsbedingungen genauer zu betrachten. Denn auch bei der Herstellung biologisch abbaubarer Kunststoffe werden Ressourcen verbraucht. So werden die Pflanzen, die zur Herstellung des Biokunststoffs benötigt werden, meist in Südamerika oder Asien angebaut und müssen dann erst zu uns transportiert werden, was natürlich auch wieder Ressourcen verbraucht. 

Beim Abbau der Kotbeutel aus oxo-abbaubarem Kunststoff (also mit UV-Licht und Sauerstoff) entsteht darüber hinaus häufig Mikroplastik, das man zwar nicht mehr sieht, welches jedoch trotzdem die Umwelt belastet. 

Hundekotbeutel aus einer Mischung mit Maisstärke

Eine weitere Möglichkeit sind Hundekotbeutel, die aus einer Mischung von Kunststoff und Maisstärke bestehen. Mit einem Anteil von bis zu 50% Maisstärke haben wir von Happilax nun eine Möglichkeit gefunden, zumindest den Anteil an Plastik in unseren Hundekotbeuteln zu reduzieren. Komplett auf Plastik zu verzichten ist leider nicht möglich, da nur dadurch die Beutel auslaufsicher und resistent bleiben. Umweltfreundlicher als reine Plastikbeutel sind sie allemal. 

Hundekotbeutel aus Pappe/Papier

Mittlerweile stellen einige wenige Produzenten Hundekotbeutel aus Papier oder Pappe her. Diese sind natürlich die umweltfreundlichste Variante, jedoch sind sie meist unhandlich und relativ teuer. Auch beim Aufsammeln der Haufen aus etwas höherem Gras kommt man mit Hundekotbeuteln aus Papier oder Pappe meist sehr schnell an seine Grenzen, da es schwer ist, den Haufen rückstandslos zu entfernen. 

Worauf solltest du beim Kauf von Hundekotbeuteln achten?

Es gibt nicht nur im Material, sondern auch in der Beschaffenheit einige Unterschiede bei den verschiedenen Hundekotbeuteln. Welche du davon bevorzugst, solltest du am besten selbst ausprobieren. Hier ein paar Anhaltspunkte, worauf du achten solltest. 

Reißfest und einfach abzureißen sollten die Kotbeutel ebenfalls sein

Das Material

Unabhängig davon, für welches Material du dich entscheidest, ist die Dicke der Beutel entscheidend. Es gibt sehr dünne Hundekotbeutel, die meist extrem günstig sind. Sehr dünne Beutel lassen sich manchmal nur schwer von der Rolle abtrennen und können leichter reißen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man unerwünschten Kontakt mit dem Haufen hat, ist deshalb relativ groß. Je dünner der Beutel, desto „gefühlsechter“ ist auch das Erlebnis des Einsammelns!

Die Größe

Bei der Größe sollte man meinen, dass diese sich nach der Größe der Hundehaufen richtet, was natürlich zum Teil auch reinspielt. Viel wichtiger ist aber, dass die Beutel zur Größe deiner Hände passen, denn immerhin greifst du den Haufen und ziehst dann den Beutel über die Hand um ihn zu verschließen. Dabei möchte man möglichst nicht den Rand des Beutels mit dem Haufen berühren und auch wenn der Kot sich im Beutel befindet, brauchst du genügend Platz, um den Beutel zu verknoten. Also lieber etwas größer kaufen, damit sie auch komfortabel und einfach benutzt werden können.

Parfümiert oder nicht?

In erster Linie ist das sicherlich eine Frage der individuellen Vorliebe. Manche Menschen mögen den mehr oder weniger dezenten Geruch eines Hundekotbeutels, der z.B. mit synthetischem Lavendel-Aroma den Gestank des Haufens überdecken soll. In der Realität ist es leider oft eine Mischung aus beiden Gerüchen und für viele Menschen weniger angenehm, als der reine Geruch des Haufens. Zusätzlich belasten die meist chemisch hergestellten Gerüche bei der Entsorgung aber auch zusätzlich die Umwelt. 

Hundekot nicht im Bio-Abfall entsorgen

Auch wenn man meint, umweltfreundliche Hundekotbeutel können zusammen mit anderem Bioabfall verrotten, so einfach ist es leider nicht. Zunächst einmal können biologisch abbaubare Plastiktüten nicht von den normalen Plastiktüten unterschieden werden und werden daher in der Verwertungsanlage oft aussortiert. Besonders Hundekotbeutel aus Bio-Kunststoff landen daher am Ende doch in der Verbrennungsanlage, nur mit einem wesentlich höheren personellen Arbeitsaufwand. 

Generell brauchen die meisten biologisch abbaubaren Hundekotbeutel relativ lange, um abgebaut zu werden (bis zu 18 Monate). Die modernen Kompostierungsanlagen sind jedoch darauf ausgelegt, innerhalb von 3-4 Wochen Kompost aus den Bioabfällen zu machen. Sie sind also nicht in der Lage die Beutel rückstandslos zu kompostieren. Da auch bei Biokunststoff Mikroplastik entsteht, haben diese also nichts im Biomüll oder auf dem eigenen Komposthaufen zu suchen. 

Darüber hinaus kann Hundekot Parasiten und Bakterien enthalten, die in der kompostierten Erde verbleiben und dann auch für den Menschen gefährlich werden können. Dazu gehören z.B. Borrelien, Salmonellen, Giardien, Kokzidien oder Eier von verschiedenen Würmern. Wird der Hundekot kompostiert und dann z.B. im Garten verwendet, können die Erreger entweder direkt auf Tier und Mensch übergehen oder über die Pflanzen wieder in die Nahrungskette gelangen. Aus hygienischen Gründen sollte Hundekot deshalb nie in der Biotonne oder auf dem Kompost entsorgt werden. 

Hundekotbeutel von Happilax

Ganz neu gibt es nun auch Hundekotbeutel von Happilax, die bis zu 50% aus Maisstärke bestehen und damit umweltfreundlicher sind, als herkömmliche Hundekotbeutel aus Plastik. Die Mischung macht sie dennoch extrem resistent und auslaufsicher. Die Happilax Hundekotbeutel haben mit 23 x 33 cm eine gute Größe, um auch größere oder mehrere Haufen komfortabel entfernen zu können. Sie sind parfümfrei, kommen auf Rollen mit je 15 Beuteln und einem Innenstück aus recycelbarem Papier. So hast du immer genügend Beutel dabei, die du platzsparend verstauen und leicht abtrennen kannst. Mit unserem Sparpack erhältst du 20 Rollen á 15 Beutel. 

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