Ein Hund zieht ein - So bist du optimal vorbereitet!

07.07.2018

Herzlichen Glückwunsch! Ein Hund zieht ein und du hast dich dafür entschieden, einen ganz besonderen Freund in dein Leben zu lassen. Damit dein Vierbeiner einen perfekten Start im neuen Zuhause hat, erfährst du hier, worauf du achten musst und welche Dinge du wirklich für deinen Hund benötigst. 

Es ist eine aufregende Zeit, sich auf den Einzug eines Hundes in deinen Haushalt vorzubereiten. Unser kleiner Basis-Leitfaden soll dir heute den perfekten Fahrplan für die Tage vor und nach dem Einzug deines Hundes geben. 

Welcher Hund passt zu mir?

Zuerst stellt sich dir die Frage, was für ein Hund es denn werden soll?

Möchtest du einen Welpen ins Haus holen oder einen Hund aus dem Tierheim adoptieren? Wie soll der Charakter des Hundes sein, damit er gut in dein Leben passt und du gemeinsam mit ihm jede Menge Spaß haben kannst? Welche rassespezifischen Eigenschaften sind dir wichtig und wie kannst du den daraus resultierenden Bedürfnissen deines Hundes im Alltag gerecht werden? 

Bevor dein Hund bei dir einzieht, solltest du dir außerdem Gedanken machen, wer während deiner Arbeitszeit oder im Urlaub auf den Hund aufpassen und mit ihm Gassi gehen kann. Außerdem macht es sicher Sinn, sich die ersten 2-3 Wochen Urlaub zu nehmen. Dann hast du am Anfang viel Zeit für deinen Hund, kannst deine Bindung zu dem neuen Familienmitglied stärken und mit ihm trainieren. Das braucht dein Hund, denn er muss dich erst kennen lernen, genauso wie du dich an die Ausdrucksweise und Eigenarten deines neuen Mitbewohners gewöhnen musst. 

Ist das entschieden, kannst du dich auf die Suche nach dem passenden Vierbeiner machen. In den Tierheimen findet man oft liebenswerte ältere Hunde, die dringend ein neues Zuhause suchen. Hier ist der Vorteil, dass viele bereits eine gewisse Grunderziehung haben und sich damit möglicherweise schneller in deinen Alltag integrieren. Wenn es ein Welpe vom Züchter sein soll, hast du die Arbeit und das tägliche Training natürlich noch vor dir. 

Generell ist es immer gut, den Hund, der es werden soll, im Vorfeld mehrmals an verschiedenen Tagen zu besuchen. So kannst du ihn nicht nur ein bisschen besser kennen lernen, sondern er kann sich auch schon einmal an dich gewöhnen. Dann fällt der Umzug nicht mehr ganz so schwer. Wenn du dich entschieden hast, kann es mit den Vorbereitungen zu Hause weitergehen.

So bist du optimal auf den Einzug deines Hundes vorbereitet

Wie bereits erwähnt, ist es immer von Vorteil, wenn du deinen zukünftigen Hund ein paar Mal treffen kannst, bevor du ihn zu dir nach Hause holst. Du kannst auch ein getragenes T-Shirt von dir dort lassen, dass ihr dem Hund in seinen Korb legen könnt. So kann er sich schon mal an deinen Geruch gewöhnen und wird schneller mit dir vertraut. 

Für dich heißt es in der Zwischenzeit, die Wohnung hunde- bzw. welpensicher zu machen. Schau dich um und entferne Dinge, die für den Hund gefährlich sein könnten. Dazu gehören auch Garten- und Zimmerpflanzen, sowie leicht erreichbare Gegenstände, die möglicherweise verschluckt werden könnten. Gerade, wenn du einen Welpen zu dir holst, solltest du hierauf besonderes Augenmerk legen. Welpen erkunden die Welt nämlich - genau wie Kleinkinder - hauptsächlich mit ihrem Maul.

Nimm dir 2-3 Wochen Urlaub, damit du dich in der ersten Zeit komplett auf deinen Hund konzentrieren kannst. Sicher werden alle deine Freunde die neue Fellnase unbedingt anschauen wollen, aber plane Besuch nur sehr begrenzt ein. Zuerst ist es wichtig, dass du und dein Hund eine vertrauensvolle Beziehung aufbaut und der Hund nicht überfordert wird. Freunde, Bekannte und Verwandte werden noch genug Zeit haben, gemeinsam mit dir und deinem Hund Spaß zu haben. 

Natürlich benötigt dein Hund auch ein paar Dinge, die du am besten rechtzeitig besorgst. Das steigert dann auch schon mal die Vorfreude, wenn plötzlich Hundebett und Co. bereit stehen. Hier die wichtigste Grundausstattung, die du für deinen Hund benötigst.

Bezüglich des Futters solltest du dich erkundigen, was der Hund im Moment zu fressen bekommt und dann erst einmal ein paar Tage Vorrat von der gleichen Sorte kaufen. Dann kannst du nach ein paar Tagen damit beginnen, den Hund langsam auf dein Wunschfutter umzustellen. Starte damit jedoch nicht zu früh und gib deinem Hund ein paar Tage Zeit, sich einzugewöhnen. Nervöse Hundemägen könnten sonst ein wenig durcheinander kommen, denn auch der Einzug bei dir ist für den Hund mit Aufregung verbunden. 

Auch den Papierkram solltest du nicht vergessen und am besten schon einmal vorbereiten. Du musst eine Haftpflicht-Versicherung für deinen Hund abschließen und dich für die Hundesteuer in deiner Stadt anmelden. Außerdem empfiehlt es sich, bereits Empfehlungen und Adressen von Tierärzten, Tierkliniken und Fachgeschäften zu besorgen.

Wenn dein Hund einen Mikrochip hat, solltest du ihn außerdem bei Tasso e.V. und dem deutschen Tierschutzbund anmelden. Sollte dein Hund einmal verloren gehen oder weglaufen, gibt es von dort professionelle Unterstützung bei der Suche deines Lieblings. 

So bringst du deinen neuen Hund nach Hause

Ist alles vorbereitet, kommt endlich der große Tag, an dem du dein neues Familienmitglied zu dir holst. Wenn du ihn mit dem Auto abholst, gehe nicht gleich in die Wohnung, sondern drehe nach dem Aussteigen erst noch eine kleine Runde. So kann sich dein Hund die Beine vertreten, sich lösen und ein wenig seine neue Umgebung erkunden. Außerdem hat er dadurch mehr das Gefühl, irgendwo hinzugehen, genauso als würde das Rudel in eine neue Höhle ziehen. 

Im Haus selbst solltest du deinen Hund, besonders wenn es ein Welpe ist, nicht gleich überall herumlaufen lassen. Bei erwachsenen Hunden kann es wichtig sein, dass man das Gebiet, in dem der Hund sich bewegen kann, ein wenig beschränkt. Vielleicht möchtest du auch, dass er bestimmte Räume, z.B. Schlafzimmer, Badezimmer nicht betritt. Dann solltest du ihm das von Anfang an freundlich, aber deutlich klar machen. Bei Welpen kann es sein, dass diese verunsichert reagieren, wenn zu viel Neues auf sie einprasselt. Lass ihn die neuen Informationen erst einmal auf kleinem Raum verarbeiten.

Wenn ihr das Haus betretet, zeige ihm Wasser- und Futternapf und fülle beides. Das T-Shirt, das du vorher bei ihm gelassen hast, kannst du jetzt in sein neues Hundebett legen. So hat er gleich einen vertrauten Geruch und weiß, dass dies sein Platz ist. Nun habt ihr erst einmal alle Zeit der Welt, einander kennen zu lernen und die Regeln in deinem Haushalt zu etablieren. 

Du kannst bereits am ersten Tag mit ein paar kleinen Übungen anfangen, aber übertreibe es am Anfang nicht. Wenn dein Hund müde oder unmotiviert wirkt, dann lass ihm seine Ruhe, um all die neuen Informationen zu verarbeiten.

Wir hoffen, dass dieser Artikel dich optimal auf den Einzug deines Hundes vorbereitet hat und ihr die ersten Wochen gemeinsam so richtig genießen könnt!

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