Gemeinsam Verreisen - Reisetipps für Deinen Urlaub mit Hund

15.06.2018

So langsam wird es Zeit, über den Sommerurlaub nachzudenken, findest du nicht auch? Und was gibt es Schöneres, als mit der ganzen Familie und Hund in den Urlaub zu fahren. Doch worauf musst du achten, wenn dein Hund mit euch reisen soll? Wir verraten dir im folgenden Beitrag, wie du entspannt mit Hund verreisen kannst. 

Viele Urlaubsländer lassen sich auch mit deinem Hund gut bereisen, denn hundefreundliche Hotels, Pensionen und Ferienhäuser findest du fast überall. Doch auch eine hundefreundliche Umgebung ist wichtig, wenn ihr die gemeinsame Zeit entspannt genießen wollt. Deshalb lohnt es sich, wenn du dich frühzeitig bereits um alles kümmerst und die wichtigsten Dinge organisierst. 

Wichtig ist, dass du dir bereits bei der Auswahl des Urlaubslandes Gedanken machst, wie du deinen Hund dort hin transportieren kannst. Da wir Hundehalter gern den gesamten Hausstand des Hundes mitnehmen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, empfiehlt es sich, ein Urlaubsland auszuwählen, dass mit dem Auto relativ leicht und problemlos erreichbar ist. Bahn oder Flugzeug sind für viele Hunde sehr stressig, vor allem, wenn sie nicht daran gewöhnt sind. 

Einreisebestimmungen ins Urlaubsland

Bevor du mit der konkreten Planung deiner Urlaubsreise beginnst, solltest du dich über die Einreisebestimmungen für deinen Vierbeiner informieren. Welche Impfungen und Behandlungen gegen Parasiten wie Würmer oder Flöhe werden benötigt und wie lange sind diese gültig? Bei Reisen innerhalb der EU benötigst du auf jeden Fall einen EU-Heimtierpass als Nachweis, dass alle Impfungen vollständig und gültig sind. Am besten kümmerst du dich sofort darum und sprichst mit deinem Tierarzt, wann die Impfungen erfolgen sollen. Er kann dir auch den EU-Heimtierausweis ausstellen. 

Wichtig ist auch, dass du deinen Hund im Heimtierregister (z.B. bei TASSO e.V.) registrierst. Das geht am besten über den Mikrochip, den dein Hund ebenfalls haben sollte. Die Registrierung bei TASSO ist kostenlos und der gemeinnützige Verein kann dir mit seinem riesigen Netzwerk helfen, deinen Hund wiederzufinden, wenn er dir im Urlaubsland oder unterwegs verloren geht. Auch wenn dein Hund gut hört und immer in deiner Nähe bleibt, empfiehlt es sich, ihn zu registrieren. Man weiß nie, was passiert und in ungewohnter Umgebung kann dein Hund wahrscheinlich nicht so einfach wieder zu dir zurückfinden, wie zu Hause. 

Die Reise in einer Transportbox 

Am sichersten ist dein Hund während der Reise in einer Transportbox untergebracht, egal ob du mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug verreist. Sie gibt deinem Hund eine ruhige Rückzugsmöglichkeit, in der er im Idealfall die Reise einfach verschlafen wird. Um das zu gewährleisten solltest du die Box für deinen Hund zu einer positiven Sache machen. Mit ein bisschen Zeit und ein paar besonders tollen Leckerlis lässt sich das leicht trainieren. 

So gehst du bei der Gewöhnung an die Transportbox am besten vor:

  • Bevor du mit dem Training beginnst, solltest du deinen Hund ein wenig körperlich auslasten. Er soll müde und zufrieden sein, bevor das Training startet und nicht unternehmungslustig und nur so strotzen vor Energie. Gehe ein Runde mit ihm spazieren oder spielt eine halbe Stunde zusammen. 
  • Wenn dein Hund es bereits kennt, dass du ihn mit einem Kommando in sein Körbchen schickst, hast du gute Karten. Nimm dir ein paar Leckerlis (die besonders begehrten), setze dich neben die Box und werfe eins hinein. Schick deinen Hund mit einem Kommando deiner Wahl in die Box, wenn er sich bereits auf dem Weg befindet und sich das Leckerli holen will. Lobe ihn, wenn er die Box betritt und sei es nur mit einer Pfote oder der Nasenspitze. 
  • Wiederhole das Spiel ein paar mal und dein Hund wird vermutlich bald in der Nähe oder sogar in der Transportbox darauf warten, dass das nächste Leckerchen in seine Richtung geflogen kommt. 
  • Die Tür bleibt bei den ersten Übungen noch geöffnet, so dass der Hund frei rein- und rauslaufen kann. Erst wenn er sich sichtlich wohl fühlt in der Box, solltest du die Tür mal ranmachen und später auch für kurze Zeiträume immer mal wieder schließen. 
  • Nimm dir ein wenig Zeit vor dem Urlaub und trainiere das mit deinem Hund, damit er sich sicher und geborgen in der Box fühlt. Du kannst ihn auch schon mal auf kurze Autofahrten in der Box mitnehmen, damit er sich auch an dieses Gefühl gewöhnt. 
  • Wichtig ist auch, dass du persönlich ein gutes Gefühl gegenüber der Transportbox hast. Wenn es dir innerlich leid tut, dass dein Hund dort hinein muss und du das Gefühl hast, ihn einzusperren, wird sich diese Ablehnung auch auf deinen Hund übertragen. Sieh die Box einfach als sichere Höhle für deinen Hund, in der er sich entspannen und ausruhen kann. 

Wenn du das Auto für die Reise packst, versichere dich, dass die Transportbox sicher steht und nicht umfallen oder durch die Gegend rutschen kann. Auch Leinen, Trinknäpfe und Spielzeug in der Box können während der Fahrt gefährlich werden. Dann lieber öfter mal zwischendurch anhalten, eine kurze Runde drehen und etwas zu trinken anbieten. 

Wenn du deinen Hund nicht in einer Transportbox unterbringen kannst oder möchtest, solltest du ihn trotzdem auf allen Autofahrten sichern. Das geht am besten mit einem Hundegeschirr und einem Hundesichertsgurt für´s Auto. 

Mit dem Hund Auto fahren

Das Thema Sicherheit im Auto solltest du wirklich ernst nehmen. Auch kleine Hunde können bei einem Unfall schnell zu gefährlichen Geschossen werden, die nicht nur sich selbst, sondern auch andere Mitreisende verletzen können. Deshalb solltest du deinen Hund während der Fahrt unbedingt sichern, entweder in einer Transportbox oder angeschnallt mit Hundegeschirr und Gurt.

Dein Hund sollte vor Fahrtbeginn keinen vollen Magen haben und auch während der Reise nicht mehr als ein paar Leckerlis bekommen. Hunde sind nämlich leicht anfällig für Reiseübelkeit und das kann für alle Beteiligten sehr unangenehm werden. Lieber zwischendurch eine kleine Pause machen, einen kleinen Snack geben und sich ein bisschen die Füße vertreten, bevor es weiter geht. 

Wasser solltest du dem Hund so oft wie möglich zur Verfügung stellen. Am besten hast du dafür immer einen Reisenapf und eine Flasche Wasser griffbereit. Lass deinen Hund bei Pausen nicht allein im Auto, besonders wenn es warm ist und kein Schatten auf dem Rastplatz ist. Dann sollte unbedingt immer jemand beim Hund am Auto bleiben, sonst droht schnell Dehydrierung und Überhitzung.   

Mit dem Hund übernachten

Schau dich bei deiner Reiseplanung explizit nach Hotels, Ferienhäusern oder Pensionen um, in denen Hunde erlaubt sind. Manchmal kostet es ein paar Euro extra, aber viele haben sogar spezielle Angebote für Hundehalter. Wie sieht es mit der näheren Umgebung aus? Gibt es ein paar schöne Ecken für die täglichen Gassirunden oder werden sogar noch andere Aktivitäten angeboten? 

Am besten nimmst du das gewohnte Hundebett oder eine Decke mit, die dein Hund besonders mag. So kannst du es ihm im Feriendomizil gleich gemütlich einrichten. Das Lieblingsspielzeug kann helfen, dass dein Hund sich etwas mehr zu Hause fühlt. Aber auch, wie du deinen Hund auf das Ferienzuhause vorbereitest, spielt eine große Rolle. 

Dreht eine große Runde und erkundet die neue Umgebung, bevor ihr das Hotelzimmer oder Ferienhaus betretet. So könnt ihr euch schon einmal kurz orientieren und die müden Knochen nach der langen Fahrt bewegen. Gib deinem Hund ein bisschen Zeit zum Schnüffeln und sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. 

Wenn du dann ins Zimmer kommst, stelle sein Bettchen und Näpfe auf, gib ihm etwas zu trinken und vielleicht eine Kleinigkeit zu essen. Schicke ihn danach am besten ins Körbchen, während du damit beginnst deine Sachen auszupacken. So gibst du ihm Struktur und das Gefühl der Sicherheit. Wenn du fertig bist, fordere ihn zu einer Aktivität auf - eine Kuschelrunde oder eine kleine Spieleinheit. 

Was ist noch wichtig?

Es ist immer besser für den Notfall vorbereitet zu sein, deshalb solltest du dir eine Liste aller wichtigen Adressen am Urlaubsort zusammenstellen. Tierärzte, Tierkliniken und Hundegeschäfte für vergessene Utensilien oder Futternachschub solltest du griffbereit haben. 

Wenn dein Hund spezielles Futter bekommt, dann solltest du genug Vorrat für die komplette Urlaubszeit mitnehmen. Beim Barfen geht das oft nicht gut, dann lohnt es sich, bereits im Vorfeld einen Metzger zu finden, wo du frisches Fleisch für deinen Hund kaufen kannst. Auch eventuelle Medikamente solltest du ausreichend mitnehmen und eine Reiseapotheke, mit der du kleinere Verletzungen behandeln kannst, ist immer eine gute Idee. 

Wenn du euren gemeinsamen Urlaub gut vorbereitest, wird es mit Sicherheit eine tolle Zeit für alle. Wir hoffen, dir mit unseren Tipps ein wenig geholfen zu haben und wünschen dir und deinem Hund eine wundervolle und erholsame Urlaubszeit. 

Teile Deine Gedanken mit uns