Diese Lebensmittel sind für Hunde giftig und gefährlich

04.05.2019

Viele Lebensmittel, die wir Menschen lieben, sind für unsere Vierbeiner schädlich oder sogar giftig. Hunde dürfen nicht automatisch das fressen, was für uns Menschen gesund ist und täglich auf dem Speiseplan steht. Sie haben einen anderen Stoffwechsel als wir Menschen und können daher bestimmte Stoffe nicht verdauen. Wir haben die gängigsten Lebensmittel für dich zusammen gefasst, die für deinen Hund schädlich sind. Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Zweifelsfall solltest du dich mit deinem Tierarzt abstimmen.

Alfalfa-Sprossen

Alfalfa gehört zu den Pflanzenarten, die einen hohen Östrogengehalt haben und daher den Hormonhaushalt von Hündinnen stören können. Es ist dringend davon abzuraten, Alfalfa an trächtige oder säugende Hündinnen zu füttern. In hohen Dosen kann Alfalfa aber allen Hunden zu schaffen machen, da es zu einer Störung der Blutgerinnung kommen kann. Dies ist vor allem bei Hunden zu beachten, die an chronischen Infektionen oder Herz- und Nierenkrankheiten leiden. 

Alkohol

Alkohol ist nicht nur für Hunde, sondern auch für uns Menschen schädlich. Während wir Menschen bestimmte Mengen Alkohol abbauen können, sind für Hunde bereits kleine Dosen ausreichend, um zu einer Vergiftung zu führen. Die Folgen sind Erbrechen, Atemnot, Koordinationsstörungen, Krämpfe, Koma oder sogar der Tod des geliebten Vierbeiners. Achte auch darauf, wo du Reinigungsmittel, Medikamente oder Süßigkeiten aufbewahrst, denn diese enthalten oft Alkohol. Lagere sie an Stellen, die für deinen Hund nicht zugänglich sind. 

Avocado

Die für uns Menschen sehr gesunde Frucht, enthält im Fruchtfleisch, Haut, Kern und den Blättern einen Stoff namens Persin. Dieser ist in hohen Mengen giftig für den Hund und andere Haustiere, da er tödliche Herzmuskelschäden, Atemnot oder Wasserbauch hervorrufen kann. Es gibt keine genauen Angaben, wie hoch die Dosierung sein muss, um Schäden beim Hund zu verursachen. Daher solltest du von Avocado generell die Finger lassen. Besonders gefährlich ist der Kern. Dieser kann verschluckt werden und zu Erstickung oder Darmverschluss führen. 

Bohnen

Bohnen sollte dein Hund nur gekocht bekommen, da im Rohzustand der Giftstoff Phasin enthalten ist. Dieser hemmt die Proteinbiosynthese, verklebt die roten Blutkörperchen und kann zu Bauchkrämpfen, Fieber und einer Schwellung der Leber führen. Gleiches gilt für Kohl und Soja, die du ebenfalls nur gekocht verfüttern solltest. 

Eier

Eier sind in gekochtem Zustand meist gut für Hunde und eine gesunde Eiweißquelle. Wenn du sie roh verfütterst, kann das im Eiweiß enthaltene Avidin die Eiweißverdauung deines Hundes hemmen. Bei der Rohfütterung von Eiern besteht zudem das Risiko einer Salmonelleninfektion. 

Kaffee und schwarzer Tee

Kaffee und schwarzer Tee enthalten, wie auch Schokolade, den Stoff Theobromin, der Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe, Atemnot und beschleunigtem Puls auslöst. Das Koffein enthält außerdem Methylanthin, welches das Nervensystem der Hunde angreift und zu Erbrechen, Durchfall, erhöhtem Blutdruck, Herzrasen und Ruhelosigkeit führen kann. Wenn dein Hund Kaffee getrunken oder Kaffeepulver gefressen hat, solltest du umgehend zum Tierarzt gehen. 

Kartoffeln und andere Nachtschattengewächse

Nachtschattengewächse, zu denen neben Kartoffeln auch Tomaten und Auberginen gehören, sollten niemals roh gefüttert werden. Sie enthalten das Gift Solanin, das zu Störungen der Gehirnfunktionen, Erbrechen und Durchfall führen kann. Besonders gefährlich sind die Schale und die noch grünen Stellen des Fruchtfleisches. 

Knochen 

Knochen sind nicht giftig an sich und gehören für viele Hunde regelmäßig auf den Speiseplan. Dennoch gilt es hier ein wenig Vorsicht zu wahren. Vor allem bei Geflügelknochen und gekochten Knochen besteht Splittergefahr und dein Hund kann sich leicht verletzen. Durch das Knabbern am Knochen kann der Hund sich im Maul verletzten. Schluckt er Knochenstücke herunter, besteht Verletzungsgefahr für die Speiseröhre, Magen oder Darm. Ganz zu schweigen von dem Risiko, dass der Knochen im Hals stecken bleibt und der Hund erstickt. Zu viel Knochen kann auch zu Verstopfungen bis hin zu Darmverschluss führen. 

Milch

Hunde vertragen keine Laktose, deshalb solltest du Milchprodukte und Käse nur in kleinen Mengen füttern. Sonst kann es zu Blähungen und Durchfall kommen. Bei Produkten wie Buttermilch, Joghurt und Quark ist durch die Fermentierung bereits ein Großteil des Milchzuckers in Milchsäure umgewandelt. Diese sind daher für die meisten Hunde gut verträglich. 

Nüsse (besonders Macadamia und Walnüsse)

Nüsse enthalten viel Phosphor und Fett und sollten deshalb nicht gefüttert werden. Besonders Hunde mit Nierenerkrankungen sollten keine Nüsse bekommen, da sich allgemein der Zustand des Hundes verschlechtern kann. Macadamia Nüsse enthalten außerdem einen Giftstoff, der bislang noch unbekannt ist und die Verdauung und das Nervensystem der Hunde beeinträchtigt. Es kann zu Schwächeanfällen, Lähmungen und Fieber führen. Walnüsse sind neben den oben genannten Problemen auch häufig von einem Pilz befallen, der weitere Giftstoffe produziert und zu epileptischen Anfällen führen kann. 

Salz

Salz kann in größeren Mengen Herz, Nieren und den Elektrolythaushalt deines Hundes schädigen. Besonders wenn dein Hund bereits Probleme mit diesen Organen hat, kann es zu einer akuten Verschlechterung seines Zustandes kommen. Salz verursacht einen höheren Wasserbedarf beim Hund, was zu einer erhöhten Gefahr von Magendrehung führt. Daher solltest du deinem Hund nur ungewürztes Fleisch geben und auch salzige Snacks sind nichts für Hunde. 

Schokolade und Kakao

Wie auch im schwarzen Tee und Kaffee ist hier Theobromin enthalten, das für den Hund extrem giftig ist. Als Faustregel gilt: Je dunkler die Schokolade ist, je mehr Kakao sie also enthält, desto höher ist der Gehalt an Theobromin. Besonders gefährlich wird es, wenn der Hund eine Tafel Schokolade klaut und diese samt Alufolie verspeist. Auch diese ist giftig und kann die Darmschleimhaut deines Hundes verletzen. 

Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann den Aujeszky-Virus enthalten, der für Hunde tödlich ist. Wenn dein Hund einmal daran erkrankt ist, kannst du ihm nicht mehr helfen und es endet immer mit dem Tod des Hundes. Symptome sind vor allem neurologischer Art, wie z.B. Ticks, Krämpfe, Wesensveränderung und Schaum vor dem Maul. Die Symptome der Erkrankung ähneln einer Tollwut und werden deshalb auch "Pseudowut" genannt. 

Beim normalen Schweinefleisch, das auch für den menschlichen Verzehr geeignet ist, ist das Risiko einer Infektion relativ gering, da bei der Schlachtung meist der Tierarzt das Fleisch auf diese Erreger untersucht. Garantiert ist das jedoch nicht, da nicht alle Betriebe das Fleisch darauf testen lassen. Für uns Menschen ist der Virus nämlich nicht schädlich. Vor allem beim Wildschwein treten solche Infektionen immer wieder auf. Deshalb ist es ratsam, Schweinefleisch nur gekocht zu füttern. 

Steinobst 

Bei allen Obstsorten, die Steine enthalten, ist große Vorsicht angesagt. Wenn dein Hund Kerne verschluckt, kann es zu Erstickungen, Verletzungen der Darmschleimhaut oder sogar Darmverschluss kommen. Wenn dein Hund die Obstkerne zerbeißt, wird außerdem Blausäure freigesetzt, die sich im Kern befindet. Diese ist für uns Menschen und auch für unsere Vierbeiner giftig. Beim Fressen von Steinobst kann es zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen, Atemnot und neurologischen Störungen kommen. In dem Fall solltest du schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. 

Süßstoff und Kaugummi

In vielen Süßigkeiten wird Xylit oder Xylitol verwendet, das ein Ersatzstoff für Zucker ist und sich daher auch in Süßstoff befindet. Hunde vertragen kein Xylit und es kann zu Erbrechen und Durchfall kommen. Außerdem fällt oft der Blutzucker ab, was lebensgefährlich für deinen Hund sein kann. 

Weintrauben und Rosinen

Beide sind extrem giftig für Hunde und sollten niemals gegeben werden. Sie enthalten giftige Stoffe, die beim Hund schon in kleinen Mengen zu akutem Nierenversagen, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen und Zittern führen können. 

Zwiebeln 

Bei Zwiebeln ist es egal, ob dein Hund sie roh, gekocht oder getrocknet frisst. Sie enthalten Schwefelstoffe, die die roten Blutkörperchen deines Hundes zerstören und zu blutigem Urin, Geldsucht und einer Veränderung des Blutbildes führen. 

Fazit

Sollte dein Hund etwas Giftiges gefressen haben, solltest du nicht lang zögern und dich umgehend mit dem Tierarzt in Verbindung setzen. Wenn du ihm mitteilst was und wieviel davon dein Hund gefressen hat, kann er die Situation einschätzen und dir sagen was zu tun ist. Im Zweifel und in akuten Fällen ist es ohnehin unabdinglich sofort zum Tierarzt zu fahren, damit deinem Hund schnellstmöglich geholfen werden kann.

Vorbeugen kannst du zum Beispiel, indem du Lebensmittel außer Reichweite von deinem Hund aufbewahrst, mit ihm ein Abbruchkommando trainierst, bei dem er Dinge sofort aus der Schnauze frei gibt, und indem du alle Familienmitglieder darüber aufklärst, welche Lebensmittel giftig für deinen Hund sind.

Teile Deine Gedanken mit uns